Bitcoin Suisse will 50 Millionen Dollar für Banklizenzen aufbringen

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Bitcoin Suisse will 50 Millionen Dollar für Banklizenzen aufbringe

Bitcoin Suisse, eines der Pionierunternehmen für Krypto-Finanzdienstleistungen, hat seinen Plan angekündigt, 50 Millionen Dollar von seinen Investoren zu beschaffen. Laut einem Bericht von Swiss Info arbeitet das Finanzdienstleistungsinstitut bei Bitcoin Era daran, seine Präsenz über den Krypto-Sektor hinaus auszuweiten. Genauer gesagt scheint die Firma im traditionellen Bankwesen einen guten Ruf zu haben.

Finanzdienstleistungsinstitut bei Bitcoin Era

Bitcoin Suisse plant bis 2025 den Status eines Einhorns im Wert von 1 Milliarde Dollar

Bitcoin Suisse hat große Ambitionen. Das in der Schweiz regulierte Kryptounternehmen plant, bis 2025 einen finanziellen Vermögenswert von 1 Milliarde Dollar zu erreichen, wie Swiss Info erklärt. Die Firma hat auch einen Plan zur Steuerung ihrer Operationen vorgelegt, wobei eine bedeutende Start-Investition das Sprungbrett ist. Wie das Nachrichtenmedium erklärt, hofft die Schweizer Firma, die Gelder in den Erhalt einer Lizenz für die Tätigkeit im Bankensektor zu lenken.

Das Unternehmen öffnet nun ein Investitionsfenster, das bis Mitte Juni dauern wird. Sein Ziel? Mindestens 46 Millionen Schweizer Franken (etwa 47,7 Millionen Dollar) aufzubringen. Unter anderem wird diese Investition die Kapitalausstattung des Unternehmens auf 100 Millionen Franken (103 Millionen Dollar) erhöhen. Das Unternehmen gab Berichten zufolge seine Überzeugung zum Ausdruck, dass dies dazu beitragen wird, seine Chancen auf den Erhalt von Lizenzen als Bank- und Wertpapierhändler in der Schweiz zu verbessern.

Bitcoin Suisse ist zu einem führenden Marktteilnehmer im Bereich der Krypto-Finanzdienstleistungen aufgestiegen. Das Unternehmen ist unter anderem für die Bereitstellung von Kredit-, Vermittlungs- und Absteckdienstleistungen bekannt. Wenn es mit dieser Finanzierungsrunde Erfolg hat, könnte es seine derzeitigen Bewertungen von 275 Millionen Dollar auf etwa 325 Millionen Dollar anheben.

Darüber hinaus hat das Unternehmen Berichten zufolge bekannt gegeben, dass es seine Abteilung in Liechtenstein in eine voll funktionsfähige Bank umwandeln wird. Wenn es seine Lizenz erhält, könnte es Zugang erhalten, um seine eurozentrischen Ambitionen auszuweiten und den wachsenden Kryptomarkt in ganz Europa zu bedienen.

Bitcoin Sussie ist der Ansicht, dass die Schweizer Bürger jetzt sogar noch mehr daran interessiert sind, in digitale Vermögenswerte zu investieren, trotz des Abschwungs, der die Weltwirtschaft infolge der COVID-19-Pandemie getroffen hat. Laut dem Bericht von Swiss Info glaubt das Unternehmen, dass sein Finanzierungsziel erreichbar ist, zumal es kürzlich in einer früheren Finanzierungsrunde, die von der Abteilung Studer Family geleitet wurde, 20 Millionen Dollar aufgebracht hat.

Der Gründer von Bitcoin Suisse, Niklas Nikolajsen, hat betont, dass diese Investitionsrunde dem Unternehmen bei seinem derzeitigen „exponentiellen Wachstum“ helfen würde. Bitcoin Suisse beschäftigt derzeit 145 Mitarbeiter und verwaltet Vermögenswerte in Krypto-Währung im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar.

Krypto-Unternehmen suchen nach traditionellen Finanzlizenzen

Überall auf der Welt beginnen die Banken, auf Kryptowährungen zu achten. Allerdings waren nicht viele in der Lage, den Wechsel zu Firmen in diesem Raum erfolgreich zu vollziehen – sei es aufgrund anhaltender Ängste oder regulatorischer Beschränkungen. Die Silvergate Bank, ein kommerzielles Bankinstitut mit Sitz in La Jolla, Kalifornien, hat sich bisher als die bedeutendste Ausnahme erwiesen. Bislang hat das Unternehmen erheblich von seiner Entscheidung profitiert, Kryptofirmen zu bedienen.

Kürzlich gab Silvergate bekannt, dass es allein im vierten Quartal 2019 48 Krypto-Handelskunden in sein Register aufgenommen hat. Im März öffnete auch die italienische Bank Banco Sella ihre Dienste, um den Krypto-Handel über ihre hauseigene Plattform Hype zu ermöglichen. Hype, die derzeit etwa 1,2 Millionen Unique User hat, ermöglicht es ihren Händlern und Investoren, Geschäfte mit Bitcoin nahtlos abzuwickeln.

Gleichzeitig bemühen sich nun auch mehrere Krypto-Firmen um traditionelle Banklizenzen. Auch wenn der Prozess, eine Lizenz für das Angebot traditioneller Finanzlösungen zu erhalten, für sie mühsam sein mag, wird er vorteilhaft sein, erklärt Blockchain-Analyst Lucas Mearian.

Wie er erklärt, hätten Kryptofirmen, die sich erfolgreich in Banken umwandeln, potenziell eine größere Bandbreite, um den Kunden verschiedene Bankfunktionen zur Verfügung zu stellen. Es bleibt abzuwarten, wie globale Finanzinstitutionen auf die bevorstehende Integration des Krypto-Handels in den traditionellen Finanzbereich reagieren werden.